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Dienstag, 10. Oktober 2017

Innenhofgestaltung oder "Urban Gardening" auf griechisch




Diesen verzauberten Innenhof habe ich auf der griechischen Insel Kefalonia in dem kleinen, pittoresken Hafenort Fiskardo entdeckt. Topfpflanzen sind in vielen griechischen Dörfern beliebt, aber so eine Sammlung in Pink, Rosa, Rot und Purpur macht sprachlos.


Dienstag, 15. August 2017

Urban Gardening und "Samenbomben"

Nach dem Urlaub schreit der Garten immer nach Pflege und auch das große Beet auf der gegenüberliegenden Strassenseite, welches ich einfach besetzt habe. Nicht viel und es sah wieder ganz passabel aus. Der viele Regen in diesem Sommer hat dem neuen Beet wirklich gut getan, es ist ganz hübsch angewachsen und hat die Schäden des heissen, trockenen Frühsommer fast überwunden. Nebenan, das Schulgelände sieht dagegen verwildert und verwahrlost aus. Warum das so sein muß und warum es keine Lehrer gibt, die mit Hilfe von einigen Schülern das Schulgelände von Unkraut befreien und ein wenig Blumen aussäen verstehe ich nicht.
Da ich dieses Jahr soviel Silberblatt (Lunaria annus) habe streute ich erstmal Händeweise verschiedene Samen auf dieses Grundstück. Akeleisamen hatte ich auch noch und einige  Samen der Lichtnelke. Mal sehen was von den Samen aufgeht, ohne sie in kleine Samenbomben verpackt zu haben. Ich habe nicht so perfekte Bilder von dem besten Beet, aber man erkennt ganz gut die Veränderung des letzten Jahres.

Mai 2015 rodete die Stadt, oberflächlich alles Unkraut.


Leider blieben die Wurzeln der Akazie im Boden und auch eine riesige Betonplatte, seufz.

Dienstag, 11. Juli 2017

Der Persische Garten in Bonn

Im Rahmen der Ausstellung "Iran. Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste" wurde ein 400qm grosser Innenhofgarten vor der Bundeskunsthalle aufgebaut. (Planung: Büro Verhas)
Den zentrale Achse bildet das grosse Wasserbecken mit Fontänen, kleine Nischen und ein überdachter, etwas erhöhter Bereich laden rundherum zum Sitzen, Riechen und Lauschen ein. Ein Nebenzimmer mit duftenden Jasmin ist luftig überspannt mit einem Segeltuch, welches schöne Schattenmuster an die Wände malt. Die Illusion eines persischen Garten ist bei warmen Wetter perfekt und auch die moderne Architektur der Nachbargebäude fügt sich schön als zweite Ebene hinter den Mauern ein.
Ihr habt noch etwas Zeit die Ausstellung (20. August) und den Garten (Mitte Oktober) zu besuchen.


Mittwoch, 21. Juni 2017

"Die Gärten von Trauttmansdorff", in Südtirol

Der heftige Regen hatte alle Besucher aus der Gartenanlage vertrieben und die erste Stunde war ziemlich nass und grau. Doch dann wurde der unigraue Himmel heller und das Spätnachmittags Gegenlicht spiegelte sich in den nassen Wegen und Pflanzen. Den Schirm konnten wir dann einpacken und den Garten fast alleine geniessen.

In unmittelbarer Nähe zu Meran, wurden die "Gärten von Schloss Trauttmansdorff"  2001 nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet und zu einem Publikumsmagneten für Südtirol. Der Hauptteil des Gartens befindet sich in einer Mulde unterhalb des Schlosses und endet in einem grossen See. Man durchwandert den Italienischen Garten, Wasser und Terrassengärten, am Hang zieht sich ein Waldgarten empor bis zu einem grossen Aussichtsplattform des Italienischen Designers Mattheo Thun. Der Sonnengarten erlebt seinen Höhepunkt sicherlich im Juli, August und ist dann bestimmt ein leuchtendes Highlight. Von der ungewöhnlichen Plattform, ganz oben am Hang, hat man einen spektakulären Blick auf Meran und auf die 3000 Meter hohen Berge der Textilgruppe. Hier oben befindet sich ein weiteres Gartenzimmer:"Garten der Verliebten". Der Name steht wohl für die romantische Aussicht die man von hier oben geniessen kann. Wer das Glück hat im Sommer an einem Freitagabend den Garten zu besuchen, der wird sicherlich dort oben die letzten Sonnenstrahlen geniessen und die Namenswahl verstehen.
Unbedingt die lange Öffnungszeit am Freitag, im Juni, Juli und August beachten, bis 23.00 Uhr!
Auch oberhalb und seitlich des Schlosses befinden sich unterschiedliche Gartenbereiche, doch am imposantesten war für mich der der Blick den Hang herauf mit dem Schloss als Hintergrundkulisse. Da es rund um Meran viel Weinanbau auf steilen Terrassen gibt, hat sich Trauttmansdorff auch diesem Thema gewidmet und eine Weinterrasse mit den typischen Reben angelegt. Passt wirklich ganz toll in die Gartenanlage. Der Garten ist auf einen grossen Besucherandrang ausgerichtet, die Treppen, Geländer und Pergolen sind ziemlich wuchtig ausgefallen und die Pflanzen kaschieren sie nur mit Mühe. Die Schilder für die Pflanzenerkennung sind groß und natürlich super zu lesen, allerdings im Photo nicht so schön. Das dürfte allerdings nur mich stören, denn es ist ja auch ein Botanischer Garten, indem es viel zu erfahren gibt. 
















Mittwoch, 15. März 2017

Pelargonien-Sammlerleidenschaft in Kloster Maria Laach

Kann das der Anfang sein?



Nein, es gehören wohl mehr als vier Babypelargonien dazu, um von Sammelleidenschaft zu sprechen.
Ich bin der absolute Laie und mich hat nur eine nette FaceBook Nachricht von Mathias Alter aus der Abtei Maria Laach, in die Eifel gebracht, da ich für eine Reportage Pelargonien photographieren sollte. Also, ich weiß zu den Pelargonien gehören die Geranien,
die wir im Sommer in den Balkonkästen haben.
Doch das ist nur ein kleiner Teil. Es gibt hunderte Arten.Viele kennen von früher, vom Fensterbrett, der Großeltern, die Duftpelargonien. Jene, die so herrlich zitronig duften wenn man die Blätter berührt.
Den anderen Schwerpunkt bilden die Blattschmuckpelargonien, mit ihren zigfachen Varianten an Blattform, Zeichnung und Farbe.
Es gibt in Maria Laach schon lange eine Tradition der  Pelargonium-Sammlung, um die sich der Gärtner Mathias liebevoll und mit grossen Enthusiasmus kümmert.
Gestern war herrlicher Sonnenschein, über dem Laachersee stiegen die Nebel auf und rund um das Kloster war schon viel Betrieb. Auf dem Gelände gibt es nicht nur die grosse Gärtnerei, die sehr viele Kräuter, Reben und auch Obstgehölze verkauft, es gibt ein grosses Buchgeschäft, Hotel und in der Saison auch ein Restaurant. Eine Wanderung um den Laacher See haben wir leider zeitlich nicht einbauen können, doch wenn man damit beginnt hat man ein komplettes Tagesprogramm vor sich.

Donnerstag, 9. Februar 2017

"Gärten des Jahres 2017" Preisverleihung auf Schloss Dyck

Der Callwey Verlag hat im zweiten Jahr den Preis "Gärten des Jahres" verliehen und aus 100 eingereichten Arbeiten, von Landschaft und Gartenarchitekten, 50 großartige Gärten ausgewählt und in einem Buch zusammengefasst.
Jeder Garten wird mit professionellen Photos, einem Gartenplan, Lageinformation und Informationen zu dem Gestaltungsbüro auf zwei Doppelseiten vorgestellt.
Einen guten Einblick in das Buch gibt es auf der Blogseite des Callwey- Verlags zu sehen.

Im letzten Jahr gab es auf Schloss Dyck schon eine sehr schöne Veranstaltung,
schaut gerne noch einmal hier in meinem Beitrag von Februar 2016.
In diesem Jahr schien mit das Interesse noch grösser,
die Präsentation viel professioneller und die Verpflegung ließ keine Wünsche offen.
Es ist gerade der Monat der grossen Treffen.
Nach dem Gartenjournalistentreffen auf der der IPM, der Pflanzenmesse in Essen, war ich auf einem Vortrag der  Gartengesellschaft, von dem Staudenzüchter und Gärtner Hans Kramer vom "De Hessenhof" und jetzt noch das stimmungsvolle Treffen in Jüchen auf Schloss Dyck.




Freitag, 27. Januar 2017

Ernst Pagels Bürgergarten in Leer

Ein Gartenblog ohne Gartenblicke.

Es wird Zeit euch mal wieder mit auf die Reise zu nehmen und einen Garten vorzustellen.
Im Frühsommer bin ich Richtung Friesland gefahren und habe mit meiner Freundin und einen Babyweimaraner eine schöne Gartenreise gemacht.
Den Anfang machten wir in dem kleinen Ort Leer, um den Garten des berühmten Pflanzenzüchter Ernst Pagels zu besuchen.
Geboren 1913, verbrachte er vor dem Krieg einige Jahre in Karl Foersters Gärtnerei in Bornim
und war dort viel mit der Gartenplanung beschäftigt. Nach dem Krieg kehrte Ernst Pagels zu seiner Mutter nach Leer zurück und gründete dort eine Gärtnerei.

"Im Jahr der Betriebsgründung hatte Pagels nämlich Karl Foersters Gärtnerei in Bornim den ersten Besuch nach Kriegsende abgestattet. Am Ende des freudigen Wiedersehens steckte Förster seinem Schüler ein Päckchen mit Saatgut von Salvia nemerosa zu, mit der Aufforderung "Sieh zu, was du darin findest." Pagels folgte dieser Aufforderung und fand unter den Sämlingen der bis dato kaum verwendeten Staude prompt eine herausragende Sorte, ..." den Steppen Salbei 'Ostfriesland'.
Hier habe ich ein wenig aus Mascha Schachts Buch "Gartengestaltung mit Stauden" zitiert, welches ich euch nur ans Herz legen kann. Spannendes Buch über berühmte Gärtner und Gartengestalter, die ihren Schwerpunkt in der Verwendung von Stauden haben.

Wenn ich hier durch die Sortimentsliste der Pflanzen blättere die auf Ernst Pagels zurückzuführen sind, fällt vor allem die große Anzahl an Gräsern auf.
Namen wie Miscanthus 'Graziella', 'Kleine Fontäne', 'Silberspinne' und  'Malepartus' klingen alle sehr bekannt und stammen alle von ihm. Sein Bekanntheitsgrad unter den Staudenverwendern wie Beth Chatto und Piet Oudolf wuchs und seine Pflanzen wanderten aus in die USA, um in den Präriegartenpflanzungen von Wolfgang Oehme Bestandteil zu werden.

"2007 verstarb Ernst Pagels und konnte noch miterleben wie der Waldorfkindergarten auf dem Grundstück der Gärtnerei einzog. Ein Herzenswunsch der in Erfüllung ging:"Hauptsache, es entsteht etwas Soziales und kein Gartengroßmarkt" pflegte er zu sagen.






Donnerstag, 10. November 2016

Paris Photo im November

Jedes Jahr gibt es in Paris ein Photographenhighlight( und natürlich auch für alle Photofreunde):
Paris Photo.
Eine Mega Photoausstellung mit unzähligen Gallerien aus aller Welt, findet seit 2012 im Grand Palais statt. Eigentlich eine Verkaufsaustellung für Photos und Photobücher, wobei die Bücher einen erschwinglicheren Preis haben.

Vorher gab es diese Ausstellung auch schon in den unteren Räumen des Louvre, bis es dort zu eng, voll und heiß wurde und die Ausstellung verlegt wurde.
Seit 1980 gibt es auch alle 2 oder 3 Jahre den "Mois de la Photo", das war schon lange vor der "ParisPhoto" eine super Veranstaltung, denn dann konnte man in Gallerien und verschiedenen Ausstellungsplätzen Photoausstellungen sehen.
Der nächste Mois de la Photo findet jetzt allerdings im April 2017 statt, ein weiterer Grund nach Paris zu fahren!

Impressionen aus den vergangenen Jahren:

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Herbststimmung

Ich bin kein grosser Freund des Herbstes,...
auch wenn die Gräser in meinem Garten in den wunderbarsten Tönen leuchten, perfekt abgestimmt mit den Zartlila Tönen der Astern und dem Rot des Ahorns,
wenn ich mir ums Gießen keine Sorgen mehr machen muß und ich in Ruhe überlegen kann welche Pflanzenkombination mal wieder geändert werden könnte, da alles viel zu eng steht,
auch wenn die Blätter von den Bäumen wirbeln beim Spaziergang durch den Wald
und es Pilze, Kürbis, Äpfel, Birnen und andere Köstlichkeiten gibt.

Nein, es macht mich melancholisch, denn ich denke an den weniger schönen Februar und März und an die Tage, an denen man es nicht mehr erwarten kann, endlich wieder im Garten zu Arbeiten.
Dabei hat diese "dunkle" Jahreszeit durchaus auch Vorteile.
Der Gärtner kommt entspannt und ohne Stress zu Tätigkeiten, die im Sommer liegen bleiben müssen. Besonders in meinem Job, der bei schönem Wetter von mir erwartet, dass ich raus gehe und schöne Bilder in tollen Gärten mache.
Jetzt kommt die Zeit, um die Bilder des Jahres aufzuarbeiten.
Da macht es dann mal richtig Spass vor dem Rechner zu sitzen.
Jaaaa, jaaaa, aber .....



Freitag, 23. September 2016

"Gardens Illustrated", Jardins Castillon

Eine neue Reportage von mir in der neuen Oktober Ausgabe von "Gardens Illustrated"!
Endlich hat es mal wieder geklappt und ich konnte mit einer Gartenreportage überzeugen und zu meiner grossen Freude ist auch ein Motiv auf dem Titel gelandet.

Es handelt sich um den Garten Castillon in der Nähe von Caen.
Ende der 70iger Jahre gründeten Mme et M. Saint Beuve eine Gärtnerei mit Stauden aus England, die zu diesem Zeitpunkt in Frankreich noch völlig unbekannt waren. Als Demonstration, um zu zeigen wie die Pflanzen verwendet werden können, wurde ein Schaugarten angelegt, der nach und nach erweitert wurde.

Den Garten habe ich in der Normandie, nicht weit von meiner Schwester entfernt, mit Hilfe von Hermann Gröne entdeckt.
Hermann ist Gartengestalter, aber er ist auch Organisator von Gartenreisen und hat eben die Normandie im Programm.
Das Wetter an meinem Besuchstag war eher bescheiden, mit heftigem Regen zwischendurch. Doch ab und an blitze der Himmel blau durch die Wolkendecke und der Regen machte aus den nassen Wegen schöne Reflexionsflächen.
Leider habe ich nur ein Photo der Garteninhaberin gemacht und sogar noch über eine Stunde auf Mme Sainte Beuve gewartet, da es Mittagszeit war.
Mein Bild ist nicht in die Reportage gekommen, da beide Gartenbesitzer abgebildet werden sollten.
Jetzt kann ich es hier noch veröffentlichen.

















Sonntag, 21. August 2016

Westfalenpark in Dortmund

An einem wunderbaren Sommertag im letzen August bin ich nach Dortmund in den Westfalenpark gefahren. Ich kenne den Park vor allem wegen seines riesigen Rosariums, in dem ich schön öfter photographiert hatte. Weitere Teile des Parks sind ein asiatischer Garten, grosse Wasserflächen, Veranstaltungswiesen und die grossen Staudenanpflanzungen. Mir ist gerade nicht ganz klar wo der Westfalenpark aufhört und der Rombergpark beginnt, ist der Botanische Garten Rombergpark Teil des Westfalenparks?
Vielleicht weiß das jemand genauer und kann es im Kommentar vermerken, bitte.

So, jetzt weiß ich es Dank des Kommentars von Maria, siehe unten!
Ich dachte der Westfalenpark und der Rombergpark sind eins, oder liegen nebeneinander!
Falsch, sie liegen 2 km voneinander entfernt und ich kenne den Rombergpark gar nicht!
Das muß ich wohl ganz schnell nachholen.

Auf meinem Festivalwochenende traf ich den Sohn des Gartendirektors Dr. Otto Bünemann, der den
Rombergpark und den Westfalenpark  von 1975 bis 1995 leitete und sich eingesetzt hat für die grossflächige Gestaltung mit Stauden und Gräsern im Park.

Die Staudenpflanzungen im August sind üppig und wunderbar in ihrer Fülle, die Gräser voll entfaltet und schon teilweise in Blüte, ich zeige hier einfach nur einige der schönsten Stimmungen aus dem Park.
Lieber Tobias, vielleicht magst du deinem Vater den Blogbeitrag zeigen, es hat Spass gemacht dort zu photographieren.



Samstag, 30. Juli 2016

Frankreichreise mit dem Bulli

Von der Normandie über Angoulême, Dordogne, Les Jardins Eyrignac, nach Najac in den wunderschonen Garten von meiner Kollegin Annette Lepple, weiter über Bordeaux, Richtung Atlantik.
Die erste Nacht auf der Straße in Angoulême war schon skuril. Morgens um 6.00 Uhr fährt die Müllabfuhr vorbei, jedes ungewohnte Geräusch schreckte uns aus dem Schlaf hoch. Doch anschließend standen wir mit dem Bus bei einem Gänsezüchter, Winzer, Schlossparkplatz oder kleinem Campingplatz. 
Mit dem Stellplatzführer "France Passion"
lernen wir langsam umzugehen und erwarten voll Spannung was uns jeden Abend aufs Neue erwartet.

Hier ein paar Snaps, hochladen dauert doch leider jedesmal etwas länger.








Freitag, 8. Juli 2016

Thomas Garten im Sauerland

Bei meiner Recherche nach schönen Gartenmotiven für meine Kalender, bin ich im letzten Jahr, im August, bei Thomas im Sauerland gewesen. Wir kennen uns schon von der Preisverleihung in Schloss Dennenlohe.
Thomas hatte dort den 2. Platz bei dem European Garden Photographer Award 2014, belegt.
Thomas ist ein passionierter Photograph, sein Lieblingsmotiv ist sein Garten hinter dem Haus und die Garten Facebookgemenschaft kennt viele Motive aus seinem Garten. Ich weiß nicht ob ich dem noch etwas hinzufügen kann, aber ein schönes Portrait von Thomas konnte ich doch wenigstens machen.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Gartenumbau mit Mohninvasion

Nach dem Umbau meines Gartens, in den letzten Sommerferien hat sich hier viel verändert,
doch ich habe es nie geschafft euch die Umgestaltung zu zeigen.
Jetzt stecke ich eigentlich mitten in der Arbeit für die neuen Kalender 2018 und "Blumen-ganz Nah" stand auf dem Nachmittagsprogramm, doch mein Mohnfeld muß ich jetzt mal zeigen.
Ich hatte in meinen neu angelegten Beeten, im Spätsommer meine Mohnsamensammlung ausgestreut
und nicht damit gerechnet, dass die Sämlinge sich durch den ganzen Winter kämpfen, immer wieder vom Frost erschüttert, mutierten unzählige Sämlinge zu Monstermohnpflanzen. Normalerweise, bei meinem trockenen, sandigen Boden wird der Papaver Somniferum nicht höher als bis zum Knie, doch ob es an dem Bodenverbesserer lag oder an dem Kompost, dieser Mohn war bestimmt 160 cm hoch.

Es gibt jetzt keine Wiese mehr unter unserer Gleditschie (wunderschöner Baum aus der Familie der Akazien, der Apfelgrüne Blattaustriebe bekommt und bei entsprechender Temperatur im Herbst Sonnenblumengelb wird), die dieses Jahr Eimerweise ihre kleinen Blüten verlor und ständig in unser Mittagessen regnen ließ. Der Baum war so voll mit Bienen, das man bei dem Gebrumme denken konnte er hebt gleich vom Boden ab.
Im nächsten Jahr brauche ich vielleicht mal einen Bienenstock, für Gledischienhonig.
An der Wand haben wir drei grosse Corteanstahltröge, Rankgitter und zwei Holzbänke angebracht.
Langsam erklimmen die Kletterpflanzen die Rahmen und unsere Wand wird wieder grün.





Hier noch ein paar Bilder aus dem zeitigen Frühjahr, als alles noch ziemlich kahl war.
Doch kann man auf diesen Bildern unsere neuen Tröge, Rankgitter und die Bänke gut erkennen.





Donnerstag, 16. Juni 2016

Dachgarten der Bundeskunsthalle Bonn

Der Dachgarten der Bundeskunsthalle in Bonn ist jetzt mit den Sommerblumen bepflanzt.

Gestern habe ich mir auch die Ausstellung, Gartenlandschaften des Fürsten Pückler,  "Parkomanie" angeschaut, die wirklich sehr anschaulich und umfassend ist. Auch wenn man die grossen Parks, Bad Muskau, Branitz und Babelsberg noch nicht persönlich kennt, kann man sich mit Hilfe der tollen Filme, die einen im Vogelflug über die Parks gleiten lassen, eine gute Vorstellung von diesen verschaffen.
Für jeden Park gibt es eine Abteilung, die Materialfülle und Information ist sehr groß.
Den meisten Spass hatte ich mit den Menübüchern, in denen penibel festgehalten war welche Gäste zum Abendessen gekommen waren und welche Speisen und welcher Wein serviert worden waren.
Üppig, möchte man meinen!







Freitag, 3. Juni 2016

The Akzonoble Honeysuckle Blue(s) Garden, auf der Chelsea Flowershow 2016

Die Zeit ist gerade knapp, die vielen Bilder von der RHS Chelsea Flower Show nach Garten/Designer zu sortieren denn am Wochenende bin ich wieder unterwegs und nächste Woche geht es auf Gartenreise nach Friesland. In der Hoffnung, dass dort die Rosen schön blühen und ich "Sitzplätze von Rosen umspielt" für meinen Gartenkalender finde. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das der "Zauberhafte Garten" 2017, aus dem KVH-Verlag, auf dem Titel kein Bild von mir hat, weil ich keinen Rosenbogen hatte.
Das gilt es jetzt im Juni zu ändern und möglichst viele romantische Gärten aufzusuchen.

Einen Chelsea-Garten habe ich aber schon sortiert, denn ich war von Anfang an begeistert:
The Akzonoble Honeysuckle Blue(s) Garden, entworfen von der holländischen Künstlerin Claudy Jongstra in Zusammenarbeit mit Stefan Jaspers.

Claudy arbeitet als Künstlerin mit Wolle und Fellen, die in alten Färbetechniken mit Pflanzen gefärbt werden. Die Wolle wird gefilzt, gewoben, genäht und nicht nur in Museen und Galerien werden ihre Arbeiten gezeigt, sondern auch Modedesigner nutzen ihre künstlerischen Stoffe für Designerstücke.

Den Hintergrund bildete ein großer, blauer gefilzter Wandbehang mit eingearbeiteten Wollfäden.
Die Farbigkeit war so harmonisch und intensiv, schwer vorstellbar das diese Farben alle nur natürlich hergestellt worden sind. Im Vordergrund wuchsen die "einfachen"Pflanzen, welche zur Herstellung  von Färbetechniken benötigt werden: Brennessel, Färberkamille, Sauerampfer, Schafgarbe, Calendula, Karde, Beinwell, etc...

Der Mittelpunkt des Gartens war eine Spirale, mit sprudelndem Wasser, Symbol für den Kreislauf in der Natur und die 100% Nachhaltigkeit der Materialien.

Mich haben die wunderschönen natürlichen Farben, des Stoffes und der Pflanzen angezogen.
Oft ist es in der Natur schwer die Blüte und Pflanze vor dem Grün der umgebenden anderen Pflanzen herauszuarbeiten und die Schönheit im Detail des Photos zu zeigen. Mit diesem wunderbaren Hintergrund war das kein Problem.







Mittwoch, 11. Mai 2016

Hermann Fürst von Pückler Muskau in Babelsberg




"Prinzessin Augusta kannte den gartenbesessenen fürstlichen Lebemann Pückler vom heimatlichen Weimar der Goethezeit her, der drängte heftig an den Hof und verriss in seinen ,«Unterthänigsten Promemoria« erst einmal die Pläne und Arbeiten seines Konkurrenten Lenné und bot sich seinerseits als Vollender des Parks von Babelsberg an, seinen Ruhm von Muskau in die Waagschale werfend. Allerdings zu seinen Bedingungen: »Ich stehe ihren Hoheiten dafür, daß der Babelsberg als organisches Ganzes, etwas sehr Gediegenes und in künstlerischer Hinsicht alle anderen Anlagen seiner Art in der Potsdamer Gegend übertreffen wird. Aber man muß mir freie Hand lassen und tun, was ich sage, sonst kann ich die künstlerische Verantwortung nicht dafür übernehmen. Knickern aber darf man gar nicht, denn umsonst ist nur der Tod und unnütze Verschwendung wird unter meinen Leuten nie vorfallen, aber das Notwendige muß geschaffen werden ...« "aus: Klaus Duntze, „Die Gärten der Prinzen“


So kam also Pückler 1843 nach Babelsberg, um nach Peter Joseph Lenné, die Gartenanlagen nach seinem Sinne zu beenden.  Da ich diese Reise mit anderen Pressevertretern mache durfte, hatten wir die Ehre vom Gartendirektor Prof. Dr. Michael Rohde höchstpersönlich, die Führung zu bekommen. Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Das heißt 20 Parks und Gärten pflegen und erhalten im historischem Sinne.Da wir den Hintereingang genommen hatten, kamen wir an den verbliebenen Gebäuden vorbei, die zu DDR Zeiten auf dem Gelände errichtet worden waren. Das Schloß diente zu dieser Zeit als Lehranstalt für Juristen.  Das letzte erhaltene Gebäude wird jetzt noch als Studentenwohnheim genutzt. Man versucht das Gelände zu rekonstruieren und hat auch eine Wasserfläche, "das schwarze Meer" wieder neu angelegt. Die alten Bäume waren Kniehoch mit Erdreich angeschüttet worden, deutlich ist erkennbar wie viel Erde abgetragen wurde.Die Bauarbeiten an der Aussenfassade des Schlosses sind fast abgeschlossen, die Terrassen des Schlosses wurden mit saniert, die Renovierung des  Schlossinneren erfolgt erst in einen Jahren.Zuerst geht aber ein Teil der Bonner Ausstellung"Parkomanie" über Fürst Pückler nach Babelsberg.Das Schloss ist in einer herrlich verwunschen Stimmung und es wird bestimmt sehr spannend die Ausstellung in dem unrenovierten Schloss zu erleben. Es riecht alt und man spürt DDR Muff in herrlichen Schlossmauern. Da die Aussenanlagen noch nicht fertig sind, ist es etwas schwierig den Park zu photographieren, aber das Schloss ist so imposant und der Ausblick auf die Glienicker Brücke sind grandios einzigartig und bieten genug Bildmotive.

















Freitag, 6. Mai 2016

Fürst Hermann Pücklers Neustart in Branitz

Pücklers Fernwehsehnsucht ließ ihn eine sechsjährigen Reise mit vielen Expeditionen in den Nahen Osten und das Nördliche Afrika unternehmen. Diese "Begegnung mit der Landschaft, Kunst, Architektur, Religion und Lebensweise des islamisch geprägten Morgenlandes sollte sich bis in seine Altersjahre hinein auf Werk und Person auswirken..."(Uff Jacob, Ein Künstlerleben)
Pückler musste einige Jahre nach der Rückkehr von dieser Reise sein geliebtes Muskau verkaufen.
1844 war die Schuldenlast erdrückend und mit dem Revolutionsgewitter von 1848  im Anmarsch verkaufte Pückler 1845 sein Anwesen an den Prinzen Friedrich der Niederlande. Dieser vollendete viele begonnene Pläne Pücklers und übernahm zusätzlich die Umgestaltung des Schlosses.
Der sechzigjährige Pückler machte einen Neuanfang in Branitz.
"Innerhalb von zweieinhalb Jahrzehnten verwandelte sich sein väterliches Erbgut in einen Wunderpark, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte. Dort, wo sich einstmals sandiges Ackerland platt und trocken ausbreitete, vereinten sich unter der Anleitung des Fürsten Baumgruppen, Wiesen und sanft wellige Bodenerhebungen mit Wegen, Wasserflächen, Kanälen und Baulichkeiten zu einer Landschaft voll Harmonie und Anmut im Großen wie im Detail" (Uff Jacobs)

Unsere Führung durch den Park übernahm der Parkleiter Claudius Wecke und erzählte mit viel Wissen und großer Freude, sodass wir viel über die aufwendigen Instandhaltungsmaßnahmen der Kanäle und Pyramiden erfahren haben. Ich konnte nicht alles verfolgen und auch das Interview mit dem Urgroßneffen, Hermann Sylvius Graf von Pückler mußte ich mir entgehen lassen, da für einen kurzen Moment die Sonne am Himmel erschien und ich natürlich direkt in den Park gestürmt bin, um noch ein paar Fotos mit spannenderem Licht machen zu können.
Sicherlich ist eine Reise nach Branitz im Herbst besonders empfehlenswert, denn die Pyramide, Pücklers Begräbnisstätte und "Mitbringsel" aus Ägypten, ist mit wildem Wein bepflanzt und leuchtet dann mit den roten Blättern deutlich sichtbar auf dem Wasser.
Herr Wecke berichtete hier von den schwierigen Pflegemaßnahmen den Wein
die Pyramide erklimmen zu lassen und trotzdem das Gras darunter kurz und gepflegt zu halten.

Das Schlossinnere ist anschaulich in der Zeit des Fürsten inszeniert, da Pückler viele Gegenstände, Möbel und eine riesige Bibliothek mit nach Branitz genommen hat.  Zum Glück, denn sonst wäre alles in dem Brand von Schloss Muskau zerstört worden.

Unsere Rückfahrt ging quer durch Cottbus welches sich sicherlich auch für einen Abstecher lohnt mit seinem imposanten Staatstheater und der modernen Universitätsbibliothek von dem Architektenbüro Herzog und De Meuron.













Samstag, 30. April 2016

Auf den Spuren von Hermann Fürst von Pückler-Muskau

Die Bundeskunsthalle Bonn eröffnet am 14. Mai 2016 eine große Ausstellung über den Fürsten Pückler-Muskau und seine Gartenkunstwerke in Bad Muskau, Branitz und Babelsberg.
Wir kennen alle das Fürst Pückler Eis. Vanille, Erdbeere und Schokoladeneis geschichtet, aber Hermann Pückler als grandiosen Garten-, und Landschaftsgestalter, als Schriftsteller von Reiselektüre und Gartenbüchern wussten bestimmt nur die wenigsten von uns.
Mir war er nicht bekannt, doch nach einer so intensiven Reise mit Informationen von Museumsdirektoren, Gartenleitern und Parkdirektoren, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll.

Pückler war ein Künstler, das steht fest.
Auch wenn er kritisiert wird dafür, dass er sich stark bei zeitgenössischen Schriftstellern und den Englischen Gartengurus der damaligen Zeit hat inspirieren lassen, muß man trotz allem unterhaltsame eigene Texte zu Papier und einen Park in die Landschaft setzen.

Auf seinen Reisen nach England, die eigentlich dazu dienen sollten eine Braut mit möglichst hoher Mitgift zu finden, studierte er ausgiebig die Landschaftsparks seiner adeligen Kollegen.
Der Park von Stourhead, ein Musterbeispiel englischer Landschaftsgestaltung angelegt von Lancelot (Capability) Brown, imponierte Pückler ungemein und er nutze seine Zeit in England ausgiebig um viele Gärten und Parks zu studieren.
Dabei begegnete ihm auch Humphrey Repton, der sich für eine natürliche Landschaftsgestaltung einsetzte. Das Herrenhaus, umgeben von einem Rosengarten oder Blumenarrangements wird von einer  weitläufige Landschaft mit vereinzelten Baumgruppen und natürlich gestalteten Gewässern umgeben. Dessen Sohn John Adey Repton kam nach Muskau, nachdem Pückler den Rat des Vaters 1821 erbeten hatte. (Dieser aber leider schon 1818 verstorben war) Pückler suchte Unterstützung für eine schwere Entscheidung, die das Fällen großer Lindenbäume betraf, die in einer Allee zwischen Schloß und dem Fluss Neiße standen.

Zum Künstlerdasein von Pückler zählt ein ausgesprochen selbstdarstellendes Leben und grosse Verschwendungskunst von finanziellen Mitteln, die ihm auch seine geliebte Frau Lucie irgendwann nicht mehr zur Verfügung stellen konnte.
Da eine neue Frau, gedacht als Geldquelle, in England nicht gefunden werden konnte musste sich Pückler 1845 von Muskau trennen.

Der heutige Park zerfällt in einen deutschen und einen polnischen Teil, den der Fluss Neiße voneinander trennt. Es ist eine unvorstellbare Leistung die erbracht werden musste, den Park wieder in seinen ursprünglich gedachten Zustand zurückzuversetzen. Die Wege waren verschwunden, das Land war für forstwirtschaftliche Zwecke genutzt worden, Sichtachsen von und nach Polen nicht wiederzufinden. Der Wiederaufbau des Schlosses wurde erst 1995 begonnen, da das Schloss noch 1945 bis auf die Grundmauern abgebrannt war.
Das Muskauer Landschaftsparadies ist seit 2004 ein UNESCO Welterbe.

Nachtrag meiner Gartenfreundin Ina Sperl:
"Mit Stourhead hatte der (Capability Brown) gar nichts zu tun. Das wird immer wieder gerne behauptet, ist aber falsch, dort hat er nie Hand angelegt! Stowe, Chatsworth etc. sind seine Gärten." Danke Ina für die Korrektur