Montag, 1. September 2014

Piet Oudolf,"le Grandseigneur"der Gartengestaltung !

Den Abschluss unserer Gartenreise bildete der Besuch in Hummelo bei Piet Oudolf.
Das er seine weltberühmte, wellenförmige Hecke am Ende des Gartens entfernt hatte wußte ich schon und finde es sehr bedauerlich, denn die Sichtachse war einzigartig. Andere Veränderungen im Garten kann ich aber gut verstehen und es gefällt mir sehr. Alles scheint mir etwas "pflegeleichter" geworden zu sein, so auch eine grosse, wilde Bepflanzung vor dem Atelierhaus. Die Stauden und Gräser stehen vereinzelt und scheinbar systemlos in einer Wiese und werden sich selbst überlassen. Im Frühjahr wird alles mit der Sense heruntergeschnitten.
Die lange Hecke im Hintergrund, ein Stück gemähter Reisen und ein Streifen mit symmetrischer Bepflanzung bilden den richtigen Kontrast zu der "Wilden Wiese". Nur dadurch kommt die lose und malerische Bepflanzung richtig zur Geltung.





Für meine Schwester war diese Bepflanzung das"Aha-Erlebnis" denn in der Normandie sucht sie für ihr grosses Grundstück nach Möglichkeiten Gräser und Stauden in der Landschaft möglichst natürlich zu integrieren. Super nett war auch unser Gespräch mit Piet Oudolf der sich überraschender Weise viel Zeit für ein sehr ausführliches Gespräch nahm.













Piet Oudolf, Hermann Gröne und Thekla im Gespräch.

Weitere Berichte über Piet Oudolf auf meinem Blog:

http://gartenblick.blogspot.de/2010/10/piet-oudolf-auf-der-architekturbiennale.html

http://gartenblick.blogspot.de/2010/10/graser-bei-piet-oudolf.html


Montag, 25. August 2014

Garten von Ton ter Linden und Gerd Tabak

Eigentlich müsste ich jetzt auf dem Weg zur Chorprobe sein.
Doch mein Kopf ist noch voll von den vielen Eindrücke meiner Gartenreise nach Holland, dass ich danach lechzte meine Bilder anzuschauen und wenigstens einen Garten herauszupicken und hier zu zeigen.
Also, lieber Klaus, ich habe mir die "Theresienmesse"von Haydn aufgelegt und lasse sie jetzt einfach in Endlosschleife laufen ...
13 Gärten und Gärtnereien in Holland, standen auf der Reiseroute von "aha-Reisen", die von Hermann Gröne begleitet wurde.
Ein Riesen Programm, bestens ausgewählt und abwechslungsreich zusammengestellt, da stand für meine Schwester und mich fest, wir lassen uns mal mit dem Bus kutschieren und genießen die gemeinsame Zeit und unsere Gartenleidenschaft.
Das trotzdem mehrere tausend Photos entstanden, liegt wohl doch an meinem Beruf...

Der Maler Ton ter Linden gehört natürlich zu den berühmtesten Gärtnern Hollands und zählt sogar zu den Gründungsvätern der heute populären "Dutch wave".
Fachkundige Garteninfos bekamen wir immer von Hermann Gröne und von unserem Reiseleiter, Peter Gartz wurden wir ausreichend mit Infos zur holländischen Geschichte und Landeskunde versehen. Peter ist das wandelnde Lexikon und wenn ich nicht wüsste das er den Bus gefahren hat, dann könnte ich felsenfest behaupten er hat alle Daten, Zahlen und Infos von bestens vorbereiteten Referaten abgelesen.
Ton ter Linden ist für mich eine Schlüsselfigur auf dem Weg zur Gartenphotographie.
Leider kann ich mich nicht daran erinnern wann und in welcher Zeitung ich den wunderschönen Bericht über seinen Garten gelesen habe. Die Photos, wie Ton mit Staffelei mitten in seinem Blütenmeer steht und malt, waren jedoch lange in meinem Kopf. Als ich irgendwann später seinen Garten besuchen wollte, hatte er ihn aufgegeben und man konnte dieses "lebendige Gemälde" nicht mehr besuchen.
Dafür hatte ich jetzt das grosse Glück, Ton und seinen Lebensgefährten Gerd Tabak kennenlernen zu dürfen. Überwältigt von soviel Menschlichkeit und Wärme, die diese beiden unserer grossen Reisegruppe entgegenbrachten, war es mein schönstes Reiseerlebnis. Danke !






Freitag, 22. August 2014

Impressionen gartenreise Holland


bei wunderschönem wetter konnten wir gestern in friesland grandiose gärten besichtigen.                                              













Sonntag, 17. August 2014

Kalenderarbeit

Trödel, trödel was könnte ich jetzt noch machen, um mich von meiner Arbeit ein bisschen abzulenken?
Heute zeige ich euch einfach ein paar Seiten aus dem Kalender, den ich gerade gestalte.
(Und den ich heute fertig machen sollte...)
Kaum zu glauben doch es ist mittlerweile der 6. Kalender "BlütenSinfonie",
den ich für MohnMedia photographiert und gestaltet habe.
Aber es macht mir immer wieder richtig viel Spass, auch wenn ich Anlaufzeit brauche, wie man gerade merkt.
Ich kann dafür ganz viele schöne Blumenmotive verwenden, die nicht gerade für andere Projekte verwendet werden können.
Es macht Spass die Seiten nach Blüten, Farben, Jahreszeiten und Stimmung frei zusammenzustellen. Ich mache ganz viele Vorschläge, manchmal auch zwei oder drei unterschiedliche Arrangements zu einem Thema und die Bild-, und Grafikabteilung wählt am Ende aus und verändert, verbessert die Seiten anschließend. Nach der ersten Sichtung fehlen manchmal noch ein paar Seiten, besonders Herbst und Winter weisen immer Lücken auf. Aber das ist ja normal, denn mit Helleborus, Schneeglöckchen, Krokus und Amaryllis erschöpft sich die Winterblüte schnell.

Den aktuellen Kalender "Blüten Sinfonie" 2015 verlinke ich euch mal, falls ihr noch mehr Motive sehen möchtet.






Mittwoch, 13. August 2014

"Wild & Zahm" Kräuter und Blütenzubereitung

In Zusammenarbeit mit der Eva Lorenz Umweltstation in Neersen fand ein Blüten und Kräuterkochkurs von Pia Kambergs statt. Obwohl ich den Grafenbergerwald vor der Tür habe, bleibt es hier bei mir städtisches Umfeld und ein Sammeln von Wildkräutern ist hier etwas schwierig. Doch auch viele "Unkräuter" aus dem Garten lassen sich verzehren, wie der Girsch oder die Knoblauchrauke. So wusste ich auch nicht dass mein ungeliebtes Scharbockskraut, im zeitigen Frühjahr, in Verbindung mit geraspelten Möhren und einem Zucker-Sahnesösschen einen herrlichen Vitaminkick gibt.
Pia hatte sich Kräuterziegenfrischkäse in Blüten und herzhafte Kräuterwaffeln ausgedacht, die süsse Variante der Waffeln gab es dann mit Blütensahne.
Natürlich probierten wir Tee aus unterschiedlichen Minzarten und mit Duftrosen aromatisiertes Wasser aus.
Man muss schon Spass am Ausprobieren haben und etwas Zeit aufbringen, denn das Sammeln, Reinigen  und hacken der Blüten und Kräuter ist schon zeitaufwendig.
Doch der Anblick ist außergewöhnlich und die Geschmacksnerven werden neu konditioniert.









Pia hatte sich noch die Mühe gemacht und ihre ganzen Kräuterkochbücher mitgebracht.
Hier meine Favouriten:

Jean-Marie Dumaine, "Kochen mit Wildpflanzen", AT-Verlag
Steffen Guido Fleischhauer, "Wildpflanzensalate", AT-Verlag

Meret Bissegger, "Meine wilde Pflanzenküche", AT-Verlag,
dieses Buch werde ich jetzt direkt bestellen. Allerdings nicht über Amazon! Sondern bei buch7.de 





Montag, 11. August 2014

Otto Piene und "Hauschka" auf der Raketenstation in Neuss

Zum Abschluss der Quadriennale in Düsseldorf gab in der Langen Foundation einen "Sky Event" von Otto Piene. Otto Piene, Mitbegründer der Künstlergruppe"Zero", ließ zum Abschluss der Ausstellung Sterne in den Himmel steigen. Wie bei einem grossen Sommerfest ergossen sich die Zuschauer über das einzigartige Gelände der Langen Foundation und man wandelte durch die Ausstellung von Otto Piene und wartete gespannt auf das Abheben der Sterne oder Blüten.

Das Gebäude der Langen Foundation, gebaut von Tadao Ando in Neuss, auf der Raketenstation ist immer einen Besuch wert, vor allem wenn man es noch mit einem Besuch auf der Museumsinsel Hombroich verbindet!










Den roten und den schwarzen Stern konnte ich noch sehen, der Grüne und Gelbe stieg dann in den Abendhimmel als ich schon den sphärischen Klängen von "Hauschka" zuhören durfte.

  "Der deutsche Komponist und Pianist präsentiert sein neues Album, auf dem er Stimmungen von „Geisterstädten“ mit seinem präparierten Piano einfängt. Als Vorlagen dienten ihm Bilder und Geschichten von Orten, die von ihren Bewohnern aufgrund von Naturkatastrophen oder architektonischen Fehlplanungen verlassen wurden. Dadurch ist ein Bezug zur Konzert-Location, der Raketenstation Hombroich, hergestellt: Das ehemalige NATO-Areal war nach Abzug der Truppen selbst ein verlassener Ort. Künstler, Literaten und Wissenschaftler verwandelten es inzwischen zu einem lebendigen Refugium. „Abandoned City“ erklingt im Abraham-Gebäude, das sich im Grenzbereich von Architektur und Skulptur bewegt und das architektonische Zentrum des heutigen Museumsgeländes bildet." Text Programm Quadriennale